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Berichte über besondere Gottesdienste

 

24. März 2016: Tischabendmahl am Gründonnerstag mit Stadtsuperintendent Heinemann

Vieles in der St. Philippus-Gemeinde wird aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln gesehen und beurteilt. Daher werden wir hin und wieder verschiedene Gemeindeglieder zu ein und demselben Geschehen zu Wort kommen lassen. In der Regel ergänzen sich die unterschiedlichen Perspektiven gegenseitig, so dass ein vielfarbiges Mosaik entsteht. Zum Thema Tischabendmahl schrieben Gräfin von Arnim, Frau Dr. Barckhausen und Herr Rechenbach. 

Gisela Gräfin von Arnim schreibt:

Vor elf Jahren bot der Kirchenvorstand zum ersten Mal ein Tischabendmahl am Gründonnerstag an. Eine relativ kleine Gruppe Gemeindeglieder traf sich zu dieser Neuerung im Kirchenraum an einem gedeckten Tisch. Pastor Rose leitete den Gottesdienst.

Inzwischen ist das Tischabendmahl am Gründonnerstag eine feste Einrichtung in unserer Gemeinde geworden. Jedes Jahr steigt die Teilnehmerzahl, oft auch mit einigen Gästen aus Nachbargemeinden, so das nun vom Altar bis zum Eingangsbereich eine lange Tafel mit einem zusätzlichen T-Stück, schön zum Essen gedeckt und mit Blumen dekoriert, die Gottesdienstgäste begrüßt.

Die bevorstehende Kreuzigung von Jesus und sorgende Ahnung seiner Jünger bestimmte vor elf Jahren eher die Atmosphäre bei der Tischabendmahlsfeier. Unter der Gottesdienstleitung von Frau Pastorin Fricke trat die Erinnerung an das Passahmahl im Alten Testament zum Aufbruch in die Freiheit, sowie das Passahfest zur Zeit Jesu in Jerusalem stärker ins Blickfeld. Superintendent Heinemann hob in seiner diesjährigen Gottesdienstleitung die Erinnerung an die Wurzel unseres Glaubens, Freiheit und die österliche Auferstehung hervor, die wir mit dem Abendmahl immer wieder erneut aufnehmen.

Nach der Feier des Tisch-Abendmahl-Gottesdienstes wird, wie zu Jesus' Zeiten, auch in St. Philippus gebratenes Lammfleisch mit bitteren Kräutern, ungesäuertes Brot und Wein zu einem gemeinsamen Abendessen gereicht, ehe man diesen besonderen Abend vielleicht mit einem gemeinsamen Lied oder Gebet friedlich beschließt.

Viele helfende Hände bereiten die Feier vor, gestalten sie und räumen auf. Pastor, Kirchenvorstand, Organist, Küster und ehrenamtliche Helfer, allen sei herzlich gedankt für diesen zusätzlichen Einsatz!

 

Herr Eckard Rechenbach schreibt:

 Den Gottesdienst beim Tischabendmahl an Gründonnerstag hielt Stadtsuperintendent Heinemann.

 Über 60 Gemeindeglieder waren gekommen zu dieser außergewöhnlichen Andacht in dem feierlich geschmückten Kirchenraum. Das Programm enthielt viele eingängige Lieder, darunter zwei Taizé-Lieder, die immer wieder angestimmt wurden. Ganz besonders eindrucksvoll war das Schlussgebet, bei dem jedem Einzelnen die Möglichkeit gegeben wurde, Gott in der Stille seine Bitten vorzutragen.

 Nach dem Abendmahl gab es ein Abendessen mit Lammfleisch, Fladenbrot und Wein.

 Ganz besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Dallmeier für die Planung der Feier und Frau Dr. Barckhausen und Herrn Dr. Meder für die Zubereitung der Speisen.

 

 

 Frau Dr. M.-Chr. Barckhausen schreibt:

Am Gründonnerstag gedenken die Christen des Abendmahles Jesu im Kreise seiner zwölf Apostel am Vorabend seiner Kreuzigung mit der Stiftung der in jedem Abendmahlsgottesdienst gesprochenen Einsetzungsworte zu Brot und Wein. 

Wir haben dies nachempfunden und zu Brot, Lamm und Wein eingeladen. Die Kirche war fast ausgeräumt, erschien viel größer als sonst und in der Mitte war eine lange Tafel festlich eingedeckt.

In seiner Predigt ging Stadtsuperintendant Martin Heinemann auf das Geschehen am Vorabend der Kreuzigung Jesu ein, auf das Abendmahl welches bereits im Zeichen des kommenden Verrates und der Verleugnung Jesu stand. Er schilderte die Angst und Verwirrung der Jünger, ihre angespannte Stimmung und den Trost, der ihnen doch durch die Botschaft des Abendmahls zuteil wurde.

Prof. Fanselau saß am Flügel statt an der Orgel, was einen intimeren Rahmen schaffte. Gut 50 Personen feierten, beteten, sangen, redeten und aßen bei diesem außergewöhnlichen Gottesdienst zusammen und verließen gestärkt an Körper und Geist die Kirche..

 

 

 

3. April 2016: Vorstellung der Konfirmanden in St. Philippus

Am 3. April fand die Vorstellung der Konfirmanden im Gottesdienst durch Pastor Rademacher als bisherigen Vakanzvertreter statt. Nicht alle konnten teilnehmen, weil der Gottesdienst noch in die Osterferien fiel.

Die Älteren kennen diesen Vorgang noch als Konfirmandenprüfung vor der versammelten Gemeinde, bei der Liedverse und Katechismusstücke aufgesagt werden mussten, um zu verdeutlichen, dass die Konfirmanden etwas gelernt hatten und  mit Fug in die Gemeinde der Erwachsenen aufgenommen werden konnten. Das ist heute viel humaner, denn niemand läuft mehr Gefahr, vor allen öffentlich bloßgestellt zu werden, wenn es einmal nicht so läuft, wie es sollte. Heute liegt der Akzent auf der Mitwirkung im Gottesdienst. Jeder Konfirmand hatte eine Aufgabe übernommen, sei es eine Textlesung vom Lesepult aus oder ein Teilstück eines Gebets mit Pastor Rademacher vom Altar aus.

Auch die Kollekte während des Gottesdienstes und am Ausgang, bisweilen sogar das Geldzählen mit einem Kirchenvorsteher gemeinsam, wird in St. Philippus oft von Konfirmanden übernommen. Überhaupt hat der Kirchenvorstand von St. Philippus die Mitarbeit der Konfirmanden auch bei anderen Gelegenheiten in der Gemeinde als wichtiges Ziel der Konfirmandenarbeit ausgemacht.

Damit  legt er auch generell Wert auf die Förderung öffentlichen Engagements ohne das permanente Schielen auf einen damit verbundenen persönlichen Vorteil, der sich ja auch für die ehrenamtlich tätigen Kirchenvorsteher bei ihrer Tätigkeit nicht ergibt. Helfen, weil geholfen werden muss, auch als ein Akt christlicher Nächstenliebe, ist das Motto über dieser Tätigkeit.

 

17. April 2016: Familiengottesdienst mit dem Kindergarten

Am Sonntag Jubilate feierten wir in St. Philippus einen Familiengottesdienst zusammen mit unserm Kindergarten. Frau Pastorin Fricke war wieder einmal bei uns zu Gast und hatte die Leitung übernommen. Sie baute in die Predigt über das Gleichnis vom Sämann sogar eigene Erfahrungen von ihrer neuen Wirkungsstätte in der Justizvollzugsanstalt Sehnde ein. Die Kindergartenkinder wirkten mit viel Engagement am Gottesdienst mit und begannen mit einem Kerzenritual. Nach Lied und Gebet spielten die Kinder die Geschichte vom Sämann. Auf den Bildern sieht man sie alle mit großen (Holz-)Ähren in den Händen. Nach der Predigt und dem unten stehenden Lied durften einige Kinder Fürbitten vortragen.

Vom Anfang bis zum Ende

hält Gott seine Hände

über mir und über dir.

Ja, er hat es versprochen,

hat nie sein Wort gebrochen:

„Glaube mir, ich bin bei dir!“

Immer und überall, immer und überall, immer bin ich da.

Immer und überall, immer und überall, immer bin ich da.

 

Es war ein sehr fröhlicher Gottesdienst, für den die Kinder mit ihren Gruppenleitern sichtlich intensiv geübt hatten. Alles war für die Gottesdienstbesucher, natürlich vorwiegend die Eltern, Geschwister und Großeltern der Kinder, sehr beeindruckend. Auch die Erwachsenen waren zum Mitmachen eingeladen, sogar die Konfirmanden beteiligten sich mit viel Freude an den Bewegungen, die die Kinder den Großen vormachten. Mit einem Wort: Es war ein schöner Gottesdienst, den alle in Erinnerung behalten werden.

 

Konfirmation in St. Philippus am Sonntag Rogate 2016

Konfirmiert wurden in diesem Jahr am Sonntag, dem 1. Mai 2016:

Isabel Dethlefs, Yannic Fredershausen, Clara-Sophia Höhne, Jil-Valentina Klein, Leo Sebastian Kühnemann, Constantin-Nikolas Rechenbach, Ronja Refflinghaus, Moritz Runge, Bennett Stalp, Cailin Stalp und Smilla Weinem. 

Es war eine sehr festliche Konfirmationsfeier bei strahlendem Wetter. Schon der Einzug der Konfirmanden geleitet vom Kirchenvorstand und Pastor Rademacher vollzog sich durch die Reihen der Gemeinde, die sich erhoben hatte, zu festlicher Orgelmusik. Die Liturgie dieses Gottesdienstes wurde bereichert durch den Gesang des Gospelchores

„Voices“ (am Klavier: Daniel Schunn). Der Text der Lesung aus Lukas 11,5 – 10 war zugleich Predigttext mit dem Jesuswort: „Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan!“ Auf die Konfirmanden gewendet, so Pastor Rademacher in seiner Predigt, bedeutete dieses Wort: Auch wenn es einmal schwer wird in eurem Leben, so steht euch doch immer ein Weg offen: der Weg zu Gott, der öffnen wird, wenn ihr im Gebet anklopfen solltet.

Die Konfirmationssprüche wurden vom Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Dr. Dallmeier, vom Lesepult verlesen, bevor Pastor Rademacher am Altar die Einsegnung vollzog. Nach der Austeilung des Abendmahls sangen die „Voices“ eigens für die Konfirmierten „Gott segne dich“, bevor diese unter den Klängen der von Matthias Heßbrüggen gespielten Orgel wieder auszogen. Die Kollekte am Ausgang galt der Kindernothilfe e.V., ein Spendenzweck, den die nunmehr Konfirmierten selbst gewählt hatten; sie erbrachte über 700 €.

 

 

Ökumenischer Pilgerweg am Pfingstmontag durch die

Nachbargemeinden St. Nicolai, Heilig-Geist, St. Nathanael, Kapelle Bothfelder Stadtfriedhof, St. Philippus

 

In diesem Jahr stand am Pfingstmontag wieder der traditionelle ökumenische Pilgerweg auf dem Programm. Es begann um 10.00 Uhr in St. Nicolai, wo u.a. die feierliche Verabschiedung von Pastor Asbrock durch den Superintendenten in den Ruhestand erfolgte. Der Weg führte anschließend zur katholischen Gemeinde Heilig Geist. Auch hier wie an jeder anderen Station wurde erneut das Lied angestimmt:

„Wohl denen, die da wandeln

vor Gott in Heiligkeit,

nach seinem Worte handeln

und leben allezeit;

die recht von Herzen suchen Gott

und seine Zeugniss' halten,

sind stets bei ihm in Gnad.“

Das „Wandeln in Heiligkeit“ war bei den Andachten mit Anregungen für das 

Nachdenken bei den „Gedankengängen“ bis zur jeweils nächsten Station vorbereitet worden. So wurde gefragt, welche Spuren der Pilgernde auf den Wegen zu erkennen vermöge und was die nachfolgend Pilgernden womöglich aus seinen Spuren würden erkennen können, eine Aufforderung zu einfühlender Meditation und zum Gespräch unter Wandernden.

Der Aufenthalt in der St. Nathanael-Gemeinde war nicht nur geistlich, sondern auch körperlich nahrhaft, denn es gab etwas mehr als nur Wegzehrung und das wussten die Pilgernden zu schätzen. Vor der Friedhofskapelle des Bothfelder Stadtfriedhofs traf man sich zur vierten Station, um dann nach einer längeren Waldwanderung in St. Philippus zur Schlussandacht zusammenzukommen, die Pastor Asbrock als frisch gebackener Pensionär nunmehr ehrenamtlich hielt. Die Kirche füllte sich immer mehr mit Pilgerinnen und Pilgern und war schließlich so voll wie sonst nur zu Weihnachten. Alle ließen sich dann zu einem reichlichen Mittagsmahl mit Kartoffelsalat und Würstchen und anschließendem Kaffee nieder. 

Vielen Dank an alle Kirchen für die Betreuung der Pilgerinnen und Pilger! In St. Philippus waren die letzten fleißigen Helfer um halb vier mit allen Arbeiten fertig und zurück bei ihren Familien.  

 

 

 

 

 

 

19. Juni 2016: Feierliche Ordination von Frau Pastorin Katharina Wohlgemuth

 

Mit dem festlichen Einzug der Kirchenvorstände und der Pastoren begleitet von Posaunenchor und Orgel begann der Ordinationsgottesdienst für die neue Pastorin in St. Philippus und St. Nicolai Katharina Wohlgemuth in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche von Isernhagen-Süd. „Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach, wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein ...“, so begann das erste Lied sehr passend zum Anlass nach der Eingangsliturgie durch Pastor Brummer. Die Predigt hielt Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann. Ihr oblag auch die eigentliche Ordinationshandlung. Mehrere Kirchenvorsteher der beteiligten Gemeinden St. Philippus und St. Nicolai ebenso wie frühere Begleiterinnen und Begleiter von Katharina Wohlgemuth beteiligten sich mit Lesungen und Segenssprüchen, die unsere neue Pastorin kniend entgegennahm. Auf die eigentliche Ordinationsfrage „Bist du bereit, dieses Amt zu übernehmen, so bezeuge es vor Gott und dieser Gemeinde mit deinem Ja!“ folgte die Frage an die versammelten Kirchenvorsteher, Mitarbeitenden und die ganze Gemeinde: „Seid ihr bereit, Katharina Wohlgemuth als eure Pfarrerin im Probedienst anzunehmen, und versprecht ihr, mit ihr zusammen dem Aufbau der Gemeinde zu dienen?“ Auf beide Fragen wurde ein- bzw. vielstimmig geantwortet: „Ja, mit Gottes Hilfe“.

Mit großer Freude wurde daraufhin der Chorsatz von Georg Friedrich Händel zu Gehör gebracht: „Singet,  springet, jubilieret!“

Nach dem Auszug kehrten die Pastoren zum gleichsam weltlichen zweiten Teil der Veranstaltung ohne Talar zurück und sprachen kurze Grußworte verbunden mit den Grüßen der Gemeinden aus Fürstenau, von St. Nicolai, St. Nathanael und Heilig-Geist ebenso wie des Bezirksbürgermeisters, der die Grüße des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide 

überbrachte. Aber auch die nunmehr frischgebackene Pastorin ergriff das Wort und bedankte sich bei allen, die die große und feierliche Veranstaltung vorbereitet hatten und bei 30 Fürstenauern aus ihrer Vikariatsgemeinde, die ihr mit einem Bus anrollend das Geleit nach Hannover gegeben hatten. Sie wünschte sich ein rasches Kennenlernen aller neuen Gesichter in den beiden Gemeinden St. Philippus und St. Nicolai und eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Der Zweite Teil fand mit einem Quartett (Leitung: Frau Dr. Barckhausen) bestehend aus zwei Flöten, Cello und Klavier einen festlichen Abschluss.

Mit einem Empfang in gehöriger Enge, die anfangs kauein Durchkommen zuließ, ging die Gemeindeveranstaltung zuende. Mit Sekt, Getränken und Snacks gut versorgt blieben manche Gäste bis in die Abendstunden.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern, die dies ermöglichten, den Kantoreien St. Philippus und St. Nicolai (Leitung Yvonne Nickel), dem Posaunenchor von St Nicolai und dem Organisten Matthias Heßbrüggen.

 

2. Oktober 2016: Erntedankgottesdienst 

In einer wunderschön geschmückten Kirche haben wir am 2. Oktober mit einem fröhlichen Gottesdienst das Erntedankfest gefeiert. Viele Mitwirkende (zwei Konfirmandinnen, ein Lektor, zwei Musiker, drei Kirchenvorsteher und eine Pastorin), eine lebendige Dialog-Evangeliumslesung, eine Predigt, in der die Dankbarkeit zentral war, fröhlicher Gesang und strahlende, zum Teil sogar jazzige Trompeten- und Orgelklänge von Matthias Klisch und Dr. Michael Sodt machten den Gottesdienst zu einem wirklichen Festgottesdienst. Zum Abschied bekam jeder Gottesdienstbesucher einen leckeren Apfel vom gemeindeeigenen Baum, gesammelt vom Greenteam, geschenkt.

Den Abschluss bildete ein sagenhaftes Kirchencafe. Das Greenteam wartete auf mit herrlichen Apfelspezialitäten: Apfelsuppe, Apfelkuchen, Bratapfel …

 

 

23. Oktober 2016: Erste Bürgerpredigt in St. Philippus 

 

Schon seit längerer Zeit hatte sich der Kirchenvorstand mit der Idee der Einführung einer regelmäßigen Bürgerpredigt beschäftigt. Der Gedanke ging aus vom Gemeindeleitbild, dass im Kirchenvorstand entwickelt wurde (noch ohne endgültigen Beschluss). Dort steht: „Kirchenvorstand und Pfarramt (können) für einzelne Gottesdienste die Bürgerkanzel beschließen.“ Dies entspricht dem Gedanken der Öffnung der Gemeinde, der im Gemeindeleitbild eine Rolle spielt. Daher heißt es unter Punkt 6 des Leitbildes: Die Gemeinde „lädt ... Vertreter des öffentlichen Lebens auf die Bürgerkanzel oder zu Vorträgen und Diskussionen ein. Sie verlässt auf diese Weise ihre Präsenz im Verborgenen und entwickelt sich zu einer öffentlich wahrgenommenen und wertgeschätzten Größe.“

Die erste Bürgerpredigt, die am 23. Oktober stattfand, hatte noch experimentellen Charakter. Der „Bürger“ war kein „Vertreter des öffentlichen Lebens“, sondern ein einfaches Mitglied des Kirchenvorstandes in Gestalt von Dr. Martin Stupperich. Es ging darum, in gewisser Weise ein Modell einer Bürgerpredigt zu kreieren, an dem andere sich u.U. auch orientieren können. Der Bürgerprediger hatte den offiziellen Predigttext des Sonntags zugrunde gelegt, nämlich Phil. 1,3-11. Er nutzte die Chance, bestimmte berufliche Befähigungen als Lehrer, Theologe und Historiker in die Predigt einfließen zu lassen. So brachte er als Historiker eine  Szene aus dem Roman „Der Vater“ von Jochen Klepper, die die Aufnahme der Salzburger Glaubensflüchtlinge im alten Preußen schildert. Dazu passte ein Aspekt des Lehreralltags, wenn sehr breit die schwierige Situation von  Kindern und Jugendlichen zur Sprache kam, die z. T. in unerträglicher Weise von Mitschülern gemobbt werden. Aber auch theologische Gedanken des Textes wurden aufgegriffen.

An dieser letzteren Stelle könnte es u.U. bei nachfolgenden Bürgerpredigten von Prominenten ein Problem geben. Denn der Umgang mit theologischen Gedanken ist ein Sektor, auf dem der Pastor seiner Gemeinde voraus ist. Aber unsere Pastorin steht für Gespräche zum Predigttext natürlich bereit.

 

30. Oktober 2016: Hubertusmesse in St. Philippus 

 

Schon oft fand die Hubertusmesse mit dem Bläserchor des Hegerings Wedemark in unserer Kirche statt, so auch in diesem Jahr. Es ist jedesmal ein schönes Bild, den Bläserkreis des Hegerings im Altarraum zu sehen und noch schöner ist es, die dort versammelten 18 Jägerinnen und Jäger blasen zu hören. Auch ein Hund war mit von der Partie.

Frau Pastorin Wohlgemuth hielt ihre zugegebenermaßen erste Hubertuspredigt. Überhaupt war es ihre erste Hubertusmesse. Sie erzählte in ihrer Predigt die Hubertuslegende, die es in verschiedenen Versionen gibt, aber stets mit dem Ergebnis endet, dass Hubertus dem Jagen entsagt und ins Kloster geht. Daraus entnahm sie die Aufforderung an die Jäger, dass Wildtiere als Geschöpfe Gottes vor allem zu hegen und nur im Notfall und als letzte Maßnahme zu schießen sind. Die heutigen Jäger aber wissen dies ohnehin, und so ist die Aufforderung an Hubertus, der Jagd zu entsagen, vor allem eine Aufforderung an uns alle, die Geschöpfe dieser Welt zu schützen und damit letztlich die Schöpfung als Ganze zu pflegen und zu erhalten.

Das anschließende Kirchencafé mit den Gästen aus der Wedemark, vorbereitet vom Kirchenvorstand, war so überfüllt, dass nicht alle mehr Platz fanden. Wir freuen uns schon jetzt auf die Hubertusmesse im kommenden Jahr. 

 

27. November: Familiengottesdienst zum 1. Advent

An diesem 1. Adventssonntag war die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt von Kindern, Eltern und Großeltern. Das Greenteam hatte einen wunderschönen großen Adventskranz gebunden, auf dem die erste Kerze brannte. Das Adventslied „Macht hoch die Tür ...“ erklang als vielstimmiger Gesang zu Beginn des Gottesdienstes, bei dem über 50 Kinder anwesend waren. Gemeinsam wurde das Kerzenritual gesprochen, bevor mit dem Tanzlied aller Kinder „Einfach spitze ...“ und dem Lied „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ das Anspiel von Maria und Josef begann, die sich gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem machten. Es war ein Rollenspiel, das eine Kindergruppe des Kindergartens gekonnt vorführte. Eine zentrale Stellung hatte auch die Predigt, in deren Verlauf zahlreiche Kinder mit ihren Antworten auf die Fragen von Pastorin Wohlgemut zu Wort kamen. So erfuhr man, dass es angezeigt sei, das Kommen Jesu durch Aufräumen zu Hause vorzubereiten. Vielleicht sollte auch ein Bettlaken aufgezogen werden. Die theologische Wendung trug die Pastorin dann selbst vor. Übergangsweise versuchten sich alle mit einem Kanon, den der Organist, Herr Othmer, dirigierte, bevor der Familiengottesdienst mit den Fürbitten und dem Vaterunser zu Ende ging.

Im Anschluss waren alle zu einer Adventsfeier in und um den Kindergarten herum eingeladen.

Am Rande des Familiengottesdienstes wurde im Gemeindehaus gebrauchtes Spielzeug gesammelt, das im Rahmen des Jobcenter-Projekts „Toys-Company“ repariert und aufbereitet wird, um es an Menschen abzugeben, die Hartz IV oder sonstige Sozialleistungen beziehen. Der „Verein zur Förderung des kirchlich- kulturellen Lebens in Isernhagen-Süd“ und der Vorstand unserer Kirchengemeinde freuten sich, dass die Aktion vor Weihnachten von vielen Gemeindemitgliedern genutzt und zahlreiches Spielzeug für soziale Zwecke zusammen gekommen war. 

 

Heilig Abend 2016 - unser Krippenspiel

Alle Jahre wieder ...

kommt das Krippenspiel. Gehört nicht das Krippenspiel genauso dringend zum Heiligen Abend, wie das Evangelium nach Lukas? Ist es nicht in gewisser Weise die Weihnachtsgeschichte für die Kleinen - für die Familie?

So gibt es seit vielen Jahren in St. Philippus das Krippenspiel, das einst Frau Rose für uns geschrieben hat. Geschwister gehen gemeinsam zu den Proben, sind aufgeregt am 24.12., ob auch alles klappt und ob der Text auch an der richtigen Stelle gesagt wird. Wer darf dieses Jahr die Rollen von Maria, Josef und den Königen spielen? Auch nach vielen Jahren kehren die inzwischen studierenden Kinder Weihnachten zu ihren Eltern zurüc

k und erinnern genau das Weihnachten, an dem sie als Kaiser Augustus so wahnsinnig aufgeregt waren und die Zeilen vertauschten (was außer Ihnen keiner bemerkte).

Dankbarerweise sind ein paar treue Helfer jedes Jahr bereit, etliches von ihrer Freizeit dafür einzusetzen, dass es weitergeht mit dem Krippenspiel und der Musik.

Liebe Eltern, achtet darauf, wenn in diesem Jahr wieder zu den Proben eingeladen wird: Sie können das Weihnachtserlebnis Ihrer Kleinen durch das Mitspielen, Mitsingen und Vorbereiten in einzigartiger Weise vertiefen.

Die Gemeinde freut sich schon jetzt auf das Krippenspiel mit Ihren Kindern und Ihre Kinder werden in 10 Jahren zu Ihnen sagen: Das Weihnachten, als die Schafe die Engel ärgerten, der Engel "in Flammen aufging", das lebendige Jesuskind dabei war, der Hund mitspielte, die Kinder nicht reden wollten, die Musik aussetzte ... und ich als Sprecher plötzlich nicht mehr wußte, an welcher Stelle wir waren ...

Wir danken Frau Dr. Barckhausen, Frau Nickel und ihren Helfern für die Einstudierung und die gelungene Aufführung des Krippenspiels 2016 an Heilig Abend, ohne das Weihnachten nicht anfangen kann!

 

 

12. Februar 2017: Gottesdienst zur Begrüßung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden

 

Am Sonntag, dem 12. Februar, stellten sich die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden im Gottesdienst vor. Es gelang Frau Pastorin Wohlgemuth diesen Gottesdienst sehr jugendorientiert zu gestalten. Da auch die Eltern und Geschwister der neuen Konfirmanden anwesend waren, war die Kirche gut besetzt. Die Hauptkonfirmanden und -konfirmandinnen beteiligten sich beim Begrüßen der Gottesdienstbesucher und Gesangbücher Austeilen, bei den Lesungen und Fürbitte-Gebeten und beim Kollekte Sammeln. Zwei oder drei "Neue" halfen spontan beim Kollekte Sammeln und Zählen. Aber der Höhepunkt war unbestritten das gemeinsam von den neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden vorgetragene Lied „Sandyland“ (Leitung: Anna Barckhausen) unmittelbar vor der Predigt. Dr. Michael Sodt begleitete den Chor und auch die weiteren Lieder auf dem Klavier.

Der Kirchenvorstand hatte zur Feier des Tages das Kirchencafé ausgerichtet und zahlreiche der Konfirmandeneltern nahmen mit ihren Kindern daran teil.

 

Passionsandachen März/April 2017

Auch in diesem Jahr haben in St. Philippus wieder wöchentliche Passionsandachten stattgefunden. Neben der fortlaufenden Lesung aus dem Johannesevangelium zeigten wir in jeder Andacht Abschnitte aus einer Verfilmung des Johannesevangeliums, die die berühmte Inszenierung der Johannes-Passion von J. S. Bach durch den Bach-Dirigenten Karl Richter im Dom zu Speyer zum Inhalt hatte. Den vollständigen Film zeigten wir dann zum Abschluss in ganzer Länge am Montag, 10. April, um 19.00 Uhr im Gemeindesaal. 

 

 

13. April 2017: Tischabendmahl am Gründonnerstag mit Pn. Wohlgemuth 

 

Am Gründonnerstag, dem Vorabend des Karfreitag, feierte die St. Philippus-Gemeinde in der Kirche das nun schon traditionelle Tischabendmahl. Es waren fast fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich dazu angemeldet hatten. Sie nahmen an zwei langen Tischen Platz, die von Helfern in der Kirche aufgebaut worden waren. Das Tischabendmahl erinnert an Jesu letztes Mahl, das er mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung beging und in dessen Rahmen die Einsetzungsworte d

es seither von den Christen gefeierten Abendmals gesprochen wurden: „Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“

Das Tischabendmahl verlief in der ersten Hälfte als Gottesdienst (mit Meditation von Pn. K. Wohlgemuth zum Thema Fußwaschung anhand eines Bildes von Sieger Köder), der mit der Austeilung das Abendmahls eine Unterbrechung erfuhr. Anschließend fand das gemeinsame Essen ähnlich dem letzten Mahl, das Jesus mit seinen Jüngern zu sich nahm, statt. In diese Phase gab es angeregte Gespräche zwischen den Teilnehmern, bevor das Tischabendmahl mit Gebet und Gesang zu Ende ging.

Unser Organist Herr Othmer begleitete die Lieder auf dem Klavier.

 

Auch im kommenden Jahr werden wir am Gründonnerstag das Tischabendmahl wieder in dieser Form feiern.

 

 

30. April 2017: Zweite Bürgerpredigt in St. Philippus

 

Die zweite Bürgerpredigt in unserer Gemeinde hielt am letzten Aprilsonntag Frau Heilke von Samson. Sie sah die Gelegenheit dieser Bürgerpredigt, wie sie gleich zu Beginn bekannte, als Gelegenheit, Zeugnis abzulegen und das Priestertum aller Gläubigen auszuüben. Dabei wählte sie als Predigttext nicht den offiziell vorgegebenen Text, sondern bewusst den 126. Psalm, der ihr besonders ans Herz gewachsen war. „Ein Wallfahrtslied“ ist dieser Psalm überschrieben. Und so begann die Predigerin mit dem Topos der Wallfahrt als einem Bild für Auszeit und geistliche Besinnung. Auch wer Mühe habe zu gehen, könne durch Einhaltung eines regelmäßigen Ruhetages, für Christen des Sonntags, zur Besinnung finden. Für Israel bedeutete eine Wallfahrt die Rückerinnerung an die Wüstenwanderung nach dem Auszug, der Befreiung aus Ägypten. Gefangenschaft, Vertreibung und Flucht sind der Predigt zufolge Urtraumata Israels, die in der babylonischen Gefangenschaft Israels wiederkehrten.  Und sie seien bis heute auch auf unserer Seite traumatische Erfahrungen. Über die geschichtliche Erfahrung hinaus lenkte die Bürgerpredigerin den Blick auf die Wüstenwanderung von Christen in einer entchristlichten Welt. Müssten nicht alle bekennen, was ihre Lebensgrundlage und ihre Hoffnung sei? Aktionismus und Konkurrenzdenken, die heute so verbreitet sind, könnten doch, so die Bürgerpredigerin, nicht das Ziel sein. Christen kommen von Ostern her. Daher sei der Sonntag der neue Ruhetag, der wieder ernst genommen werden müsse. Dann werde jeder Einzelne erkennen: „Der Herr hat Großes an uns getan.“ Darauf weise das Kreuz über dem Altar: Das neue Jerusalem als das wahre Ziel des Christen.

Es war eine sehr aufrichtige und gerade deshalb sehr berührende Predigt.

 

  

 

7. Mai 2017: Konfirmationsgottesdienst 

Am Sonntag, dem 7. Mai, fand der diesjährige Konfirmationsgottesdienst in St. Philippus statt. Es war ein sehr festlicher Gottesdienst, in dessen Rahmen die 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden dieses Jahres eingesegnet wurden. Beeindruckender Gospelgang begleitete die Feier in der vollbesetzten Kirche. Pastorin Wohlgemuth ging in ihrer Predigt auf Matthäus 28,20 ein: „Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt“. Schon als Taufspruch viel verwendet, wird diese Zusage Jesu im Augenblick der Konfirmation neu befestigt. Sie ist zugleich Einladung zum Glauben in einer von Unsicherheiten und Abwegen geprägten Welt. Die Einführung in die Gemeinde geschah unter Assistenz des Kirchenvorstands, der die Konfirmandengruppe in die Kirche geleitete und auch den anschließenden Auszug der Konfirmierten abschloss. Die Gemeinde lud alle Eltern und Gäste im Anschluss zu einem geselligen Umtrunk ein. 

  

14. Mai 2017: Familiengottesdienst mit dem Thema "Martin Luther"

Der Familiengottesdienst im Mai widmete sich anlässlich des Reformationsjubiläums dem Thema Martin Luther, der in Gestalt einer Kumquats-Handpuppe (s. Abb.) auftrat, und war sehr gelungen. Vorbereitet hatten ihn Frau Pastorin Wohlgemuth und das Team des Kindergartens. Es gab schon bekannte und bewährte Elemente wie das Kerzenritual am Eingang und das Lied „Einfach spitze“, oder auch das Lied „Lasst uns miteinander, lasst uns miteinander singen, spielen, loben den Herrn“. Aber ganz besonders gelungen war das Anspiel über Martin Luther und den fordernden Gott, zu dessen Team Luther gehören wollte. Immer neue Bedingungen stellte

 dieser auf, um es dem Bittsteller schwer und immer schwerer zu machen. Am Ende entstand der Eindruck, dass es schier unmöglich war, diesen Gott zufrieden zu stellen. Aber plötzlich kam Luther die Eingebung beim Bibellesen, dass es Gott ganz und gar nicht auf die Erfüllung von Bedingungen ankam, sondern allein auf Glauben und Vertrauen: Wer glaubt, dem schenkt Gott seine Gnade.

Das Besondere an der Spielszene war, dass die Mitarbeiterinnen des Kindergartens, die die Szene vortrugen, nicht religiöse Verrichtungen auf die Bedingungsliste gesetzt hatten, sondern alltägliche Dinge aus dem Schülerleben. So kamen sie dem Verstehen auf Seiten der Schüler viel näher. Es war schön zu sehen, dass auch viele Eltern sich aktiv in das Geschehen einmischten und z.B. die Bewegungen, mit denen viele Lieder begleitet werden sollten, begeistert mitmachten.

Ev.-Luth. St. Philippus-Kirchengemeinde Hannover-Isernhagen Süd| Login