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Lutherdekade 2008-2017

 

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Luther 2017: 500 Jahre ReformationIm Herbst 1508 kam Martin Luther zum ersten Mal nach Wittenberg, dem Ort, der seine wichtigste Wirkungsstätte werden sollte.

500 Jahre später wurde im September 2008 die Lutherdekade feierlich in der Schlosskirche zu Wittenberg eröffnet.

Mit der Lutherdekade bereiten sich Kirche und Staat gemeinsam vor auf das Reformationsjubiläum.

Alle Informationen finden Sie unter "Luther 2017 | 500 Jahre Reformation: Luther2017".

 

Die einzelnen Jahre bis 2017 stehen unter bestimmten Themen, zu denen auf der Internetseite des Jubiläums Broschüren vorliegen.

 

  • 2008: Eröffnung des Lutherjahres - 1508 kommt der Mönch Martin Luther nach Wittenberg. 1517 veröffentlicht er seine berühmten 95 Thesen. Die Reformation beginnt.
    In der Lutherdekade 2008 - 2017 wird das weite Themenspektrum der Reformation in Themenjahren aufgenommen und entfaltet.
  • 2009: Reformation und Bekenntnis - Im ersten Themenjahr rückte anlässlich des 500. Geburtstages des Schweizer Reformators Johannes Calvin, der reformierte Zweig des Protestantismus in den Mittelpunkt. Unter der Überschrift des Jahres 2009 "Reformation und Bekenntnis" war auch an 75 Jahre Barmer Theologische Erklärung zu erinnern.
  • 2010: Reformation und Bildung - Das Jahr 2010 stand im Zeichen Philipp Melanchthons. Als Gedenkjahr erinnerte es an seinen 450. Todestag. Der Mitstreiter Luthers tat sich vor allem als Professor und Bildungsreformer hervor. Sein Ehrenname "Praeceptor Germaniae" ("Lehrer Deutschlands") weist auf seine große Bedeutung für das deutsche Schulwesen hin.
  • 2011: Reformation und Freiheit - Freiheit – dieses Sehnsuchtswort bestimmt evangelisches Christsein von Anfang an und von seinen Anfängen her. Reformation und Freiheit sind unauflöslich miteinander verbunden im Wort und Glauben, in Handeln und Haltung. Programmatisch wird dies in Martin Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" 1520 zum Thema.
  • 2012: Reformation und Musik - "Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich." So beschreibt Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Gemüt. Der Gemeindegesang wurde von der "Wittenberger Nachtigall", wie Luther ob seiner vielen Lieddichtungen genannt wurde, als "singende Verkündigung" des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet.
  • 2013: Reformation und Tolerenz - Glaube und Gewissen sind grundsätzlich frei, so die Auffassung der Reformatoren. Luthers Forderung nach gewaltloser Auseinandersetzung wurde jedoch nicht immer befolgt. Und auch seine eigene Toleranz hatte Grenzen, die weit enger waren, als Menschenrechte oder Grundgesetz sie später zogen. Dennoch sind die modernen Konzepte von Gewissensfreiheit und Toleranz wesentlich auch Ergebnis der Reformation. Das Themenjahr 2013 der Lutherdekade widmet sich daher der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft von Reformation und Toleranz.
  • 2014: Reformation und Politik - Obrigkeit und Mündigkeit, Glaube und Macht, Gewissensfreiheit und Menschenrechte - das sind Themen der Reformation und zugleich der Gegenwart, die eine breite Diskussion in Kirche und Gesellschaft verdienen.
  • 2015: Reformation - Bild und Bibel - Drucksache Reformation: Der Thesenanschlag war zugleich der Auftakt einer Medienrevolution. Was als einzelner öffentlicher Aushang begann, wurde zur Flugblattwelle, zum Bücherboom und zur Bilderflut. Das Themenjahr 2015 der Lutherdekade unter dem Titel „Reformation – Bild und Bibel“ erinnert an die Anfänge dieser Entwicklung und nimmt dafür unter vielen anderen Akteuren die Malerfamilie und „Marke Cranach“ in den Blick.
  • 2016: Reformation und die Eine Welt - Von Wittenberg ging die Reformation in die Welt. Über 400 Millionen Protestanten weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen. Am Vorabend des Reformationsjubiläums werden die globalen Prägekräfte im Mittelpunkt stehen.

Die mobile Plastik "Luther"

Die mobile Plastik "Martin Luther: Hier stehe ich" des Künstlers Ottmar Hörl hat 2010 viel Aufsehen erregt. 800 Miniaturen des historischen Lutherdenkmals bevölkerten den Wittenberger Marktplatz, während das Original saniert wurde. Die farbigen Kunststoffplastiken in vier Farben waren Teil des Wittenberger Stadtbildes vom 14. August bis 12. September 2010. Auch in der St. Philippuskirche steht einer dieser "Lutherbotschafter". Die Lutherfiguren stehen heute unter anderem im Deutschen Bundestag in Berlin und im Weißen Haus in Washington, in Finnland, Dubai, Thailand und an vielen Orten in Deutschland.

 

Luther-Schriften und Bachs h-Moll-Messe sind Weltdokumentenerbe

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Fünf deutsche Neueinträge im Memory of the World-Register

Die UNESCO hat am 9. Oktober 2015 die frühen Schriften der Reformationsbewegung und Johann Sebastian Bachs Autograph der h-Moll-Messe in das Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen.

Auch drei Dokumente, die gemeinsam mit deutschen Institutionen nominiert wurden, sind jetzt eingeschrieben: der Goldene Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an den britischen König George II., Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek, Hannover, digitale Sammlungen zur Sprachenvielfalt weltweit sowie persische und arabische Handschriften des Buches "Al-Masaalik Wa Al-Mamaalik".

 

Ausführliche Informationen unter:

http://www.luther2017.de/martin-luther/texte-quellen/

http://www.unesco.de/kommunikation/2015/weltdokumentenerbe-2015.html

 

Unser Beitrag zur Lutherdekade

Zu Veranstaltungen in unserer Philippuskirche s. unter Veranstaltungen:

2016/2017 fand in unserm Gemeindehaus monatlich ein für alle offener Arbeitskreis unter dem Thema "Martin Luthers Leben und Werk" statt. Die Leitung hatte Dr. Martin Stupperich, Isernhagen-Süd.

Zusammenfassungen der abgeschlossenen Abende finden Sie unter Veranstaltungen => Berichte.

Der Männerkreis Isernhagener Gespräche hat sich ebenfalls mit Aspekten der Luther-Dekade befasst (Berichte s. ebda). 

 

 

 

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