2018

 

Der Flyer des Männerkreises für 2018 ist erschienen und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden!

 

26. Januar 2018: Männerkreis Isernhagener Gespräche - Whistleblower 

Der erste Männerkreisabend in diesem Jahr 2018 stand unter dem Thema „Journalisten, Whistleblower und die Fallstricke der Unternehmensethik“. Pastor im Ehrenamt Joachim Döring referierte als gelernter Journalist und augenblicklicher Pressesprecher der Henriettenstiftung. Es waren über vierzig Teilnehmer und Gäste erschienen. Die vom Referenten vorgetragenen Beispiele für das Verhalten von Journalisten waren außerordentlich fesselnd, denn man erfuhr doch eine Menge über seriöse und unseriöse Beschaffungswege von Informationen. Auch über Veröffentlichungsregeln und den Unterschied zwischen Nachricht und Meinung sowie den Unterschied zwischen Information und Beeinflussung wurde gehandelt.  Nicht alle Leser legen Wert auf eine kritische Sicht. Viele sind sogar zufrieden, wenn sie von den Medien an die Hand genommen werden. Aber die Jagd nach Informationen und danach der Erste zu sein, ist ungebrochen. Zahlreiche Beispiele für illegale Beschaffungswege von Nachrichten , bei denen die Empörung des Publikums auf dem Fuße folgte, z. B. der Versuch, sich in Intensivstationen einzuschleichen und die Unfallpatienten nach spektakulären Unfällen auszufragen, bevor sie dafür vom Stand des Genesungsprozesses her in der Lage waren, führten zu der Frage nach ethischen Grundsätzen für Journalisten. Den Höhepunkt bildete der Teil des Referats, in dem es um drohende schwere Konsequenzen für Ärzte oder eine ganze Klinik ging, wenn es zu Kunstfehlern oder Unachtsamkeiten des Pflegepersonals mit Folgen gekommen war. Wie groß dabei die Verantwortung des Pressesprechers ist, der in manchen Situationen der einzige Ansprechpartner für die Journalisten ist, die vom dem Vorfall Wind bekommen haben, stand gegen Ende des Referats im Zentrum. Man kann sich vorstellen, dass dabei sehr viel davon abhing, ob der Pressesprecher geschickt oder ungeschickt vorging.

Die Debatte, die traditionsgemäß nach dem selbstfabrizierten Imbiss in Gang kam, war sehr bewegt und sparte nicht mit aktuellen Details, die wegen ihres Regionalbezuges teilweise nur den Eingeweihten verständlich waren.

Es war ein insgesamt hochinteressanter Abend, der bei den Teilnehmern und Gästen zahlreiche Lobeshymnen auf sich zog.

 

18. Februar 2018: Konzert der Abiturienten der Herschelschule in St. Philippus

 Diesmal sahen wir nur zwei Abiturienten und Michael Czech, der aus Freude an der Musik mitspielte.

 Marie Leinpinsel (Isernhagen-Süd) begann mit einem Oboenkonzert c-Moll von D. Cimarosa in drei Sätzen, die sie wie immer gekonnt sehr melodisch, musikalisch und spritzig vortrug. Ein Genuss zuzuhören. Frau Christina Maier begleitete wie immer sehr einfühlsam dieses und alle anderen Stücke des Programms.

 Dann folgte Michael Czech mit seinem Euphonium; der Popsong „The Sunny Side of the Street“ war sehr schön gespielt, ein rechter Ohrwurm, der Freude machte.

 Danach drei Stücke, die Ali Mehmet Ünsaldi auf der Klarinette spielte – Mozarts Kirchensonate, eine Sonatina von A. Ridout und eine Romanze von M. Reger, sehr einfühlsam gespielt. Ich hätte mir etwas mehr Körpersprache gewünscht, weil es dem Vortrag mehr Ausdruck verleiht.

 Nun trug Michael Czech das Lied „Mad World“ von R. Orzabal mit seiner sehr schönen Stimme vor. Auch hier hätte ein bisschen Körpersprache dem etwas eintönigen Lied mehr Ausdruck verleihen können.

 Den Abschluss bildete Marie Leinpinsel mit drei Stücken – P. Vasks’ „Landscape with Birds“, witzig mit toller Technik und Vogelgezwitscher, Ch. M. Widor mit dem 3. Satz aus der Suite op. 34 (3. Romance), wunderbar gespielt, und W. Popps „Gruß aus Ungarn“, bei dem man die Weite der Puszta so richtig erleben konnte.

 Ich danke allen Musikern im Namen des Konzertpublikums für den wunderbaren Genuss und wünsche ihnen ein bestes Abitur und alles Gute für den weiteren Lebensweg.

                                                                                                                                                                               Hannelore Bader

 

23. Februar 2018: Männerkreis Isernhagener Gespräche - Betselem und Besatzung

Das Thema des Abends lautete „Betselem und Besatzung – ein politischer Besuch auf der Westbank“. Schon im Vorfeld wurde mehrfach gefragt, was denn „Betselem“ bedeute. Der Begriff ist biblisch und stammt aus Genesis 1, 27. Er bedeutet „Ebenbild“, denn dort heißt es : „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn.“ Warum gab sich einen israelische Nichtregierungsorganisation diesen Namen? Sie möchte darauf hinweisen, dass in den palästinensischen Autonomiegebieten Menschenrechtsverletzungen vorkommen und möchte erreichen, dass auf diese hingewiesen und Abhilfe geschaffen wird. Mitglieder sind prominente und weniger prominente Bürger Israels, die z.T. während ihrer Militärzeit mit den Problemen in den Palästinensergebieten konfrontiert wurden.

Diese unmittelbar aus der Thematik erwachsende Problematik zu erläutern, gelang dem Hildesheimer Referenten nur eingeschränkt, da der Vortrag viel Wert auf die Darstellung der Verwicklung des Pastors und Lehrers in die Fragen des deutsch-jüdischen Verhältnisses legte. Die Teilnehmer kannten danach verschiedene kontroverse Debatten, die sich zu Fragen des Antisemitismus in Hildesheim ergeben hatten und in die der Referent verwickelt war, die jeweils für sich genommen interessant waren, jedoch in ihrer Komplexität aus der hannoverschen Perspektive nur eingeschränkt nachvollziehbar waren. Dies kostete einen Teil der Zeit, die für das Hauptthema notwendig gewesen wäre. 

 

 

1. März 2018: Traditioneller Mitarbeiterabend

Am 1. März fand das traditionelle Treffen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde im Gemeindesaal statt. Über 60 Personen nahmen daran teil. Es war die Absicht des Kirchenvorstands mit einem Essen und angenehmer Unterhaltung allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber erneut einen Dank auszusprechen. Dies übernahm für den Vorstand dessen Vorsitzender Dr. Dallmeier.

Nicht alle konnten kommen, viele waren verhindert. Bei noch höherer Anmeldezahl hätte der Raum auch nicht ausgereicht. Die Gemeinde verfügt über eine große Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei einer solchen Gelegenheit wird dies auch einmal auch nach außen sichtbar. Es sind nicht nur unsere Pastorin und Diakonin und die hauptamtlichen Erzieherinnen des Kindergartens sowie das Küsterehepaar, der Organist und die Chorleiterin, die hier zu nennen sind. Auch das Heer der Ehrenamtlichen, die sich für unsere Gemeinde einsetzen, sollte bei dieser Gelegenheit in Erscheinung treten. Und zu dieser Gruppe gehören mit weitem Abstand die meisten. Beginnen wir mit allen, die Gemeindekreise leiten, und den ehrenamtlichen Küstern, die Sonntag für Sonntag den äußeren Ablauf des Gottesdienstes sicherstellen, manche auch mit Doktortitel. Auch diejenigen, die sich schon seit Jahren um die Schönheit des Kirchengeländes sorgen, waren eingeladen, nämlich das vielköpfige „Greenteam“.  Viele sind befasst mit der Seniorenarbeit, mit dem 

Erstellen und Verteilen der Gemeindeblätter und mit der Organisation der Gemeindeveranstaltungen, darunter besonders Konzerte und Aufführungen zu Weihnachten. Nicht alles kann aufgezählt werden, aber alles ist mit Mühe und Arbeit und meist auch mit viel Zeitaufwand verbunden. Aber auch die beiden Fördervereine - für den Kindergarten und für das Kirchlich-Kulturelle Leben in Isernhagen-Süd - sollen noch genannt werden, die außer Arbeit auch noch für die finanziellen Mittel sorgen, die unsere Gemeinde lebendig halten. Als Dank sollte es nicht bei einem bloßen Essen verbleiben, sondern der Kirchenvorstand lud einen Zauberkünstler ein, der mit seinen verblüffenden Zaubertricks für staunende Spannung sorgte. Noch lange war in der Gemeinde von diesem Erlebnis die Rede.

Es wurde ein sehr geselliger Abend, der erst spät sein Ende fand.

 

  

4. März 2018: 11. Kinder- und Jugendkonzert in St. Philippus

 

Wie jedes Jahr hatte Frau Dr. Barckhausen ein Kinder- und Jugendkonzert mit Musikerinnen und Musikern aus unserer Gemeinde toll zusammengestellt. Vielen Dank

dafür. Ich freue mich jedes Jahr darauf unsere jungen Künstler zu hören.

Die Alterspalette der 20 Künstler reichte diesmal vom 7 bis 12 Jahren. Mit beachtlichen Leistungen traten sogar die Kleinsten an. Das Klavier überwog. Aber es kamen 

auch Gitarre und Blockflöte ins Spiel Die älteren Kinder spielten schon gekonnter. Herausragend waren die Brüder Lennard und Leon Gershanovich und Julian Wessel (7, 10 und 12 Jahr). Aber auch alle anderen erfreuten die Zuhörer mit ihrem Spiel.

Vielen Dank an Euch alle und treibt weiter so schöne Musik, die sich in diesem Jahr von dem Volkslied „Winter ade“ bis zu Beethovens „Für Elise“ erstreckte.

Wenn im nächsten Jahr das 12. Kinder- und Jugendkonzert beginnt, sind hoffentlich alle wieder da – und ich auch!

                                                                                                                                                                                           Hannelore Bader

 

 

9. März 2018: Reformation im Reich und in Europa: Johannes Bugenhagen

Der erste Abend der neuen Vortragsreihe über die Reformation im Reich und in Europa befasste sich mit Johannes Bugenhagen, genannt Dr. Pomeranus, dem Reformator Norddeutschlands und Dänemarks. Dieser war wenig jünger als Luther selbst und ein enger Freund Luthers. Er stammte aus Wollin in Pommern und war mit der niederdeutschen Sprache aufgewachsen. Nach dem Studium der freien Künste an der Landesuniversität in Greifswald wurde er Lehrer in Treptow an der Rega, wo er auch ohne jedes Theologiestudium, er war Autodidakt, zum Priester geweiht wurde. Seine erste Begegnung mit Luther und seinen Schriften erfolgte über das Buch von 1520 „Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“, in dem es vor allem um das Sakrament des Abendmahls geht und die Abgrenzung von der altgläubigen Kirche vollzogen wird. Seitdem war das Thema Abendmahl für Bugenhagen besonders zentral. Luthers Argumente gegen die Siebenzahl der Sakramente überzeugte ihn. Als biblisch fundiert blieben fortan nur noch Taufe, Abendmahl und Beichte erhalten. Um die Nähe und den Austausch mit Luther zu erwerben, zog es ihn nach Wittenberg, wo er Pfarrer an der Stadtkirche wurde und zugleich Vorlesungen an der Universität hielt. Schon 1522, drei Jahre vor Luther, heiratete er. Bugenhagen war ein begabter Prediger. Außerdem war er ein geistlicher Schriftsteller von hoher Ausstrahlungskraft.

Sein Hauptverdienst aber lag in der Ausbreitung der Reformation in Norddeutschland und Dänemark. 1528 reiste er  nach Braunschweig, wohin man ihn eingeladen hatte. Luther vertrat ihn auf der Kanzel. In Braunschweig verfasste er die erste evangelische Kirchenordnung für eine norddeutsche Stadt, die weit über die Gottesdienstordnung hinaus alles regelte, was eine nach dem Evangelium geordnete Gemeinde benötigte. Weil dringende Anfragen aus Hamburg kamen, reiste er mit seiner Familie gleich dorthin weiter und entwickelte auch dort eine ausführliche Kirchenordnung, die im Mai des folgenden Jahres vom Senat der Hansestadt beschlossen wurde. Auch Lübeck wollte nicht zurückstehen, aber Bugenhagen legte zuvor eine Wittenberger Pause ein, denn er blieb ja Pfarrer der Stadtkirche. Eine wichtige Ehrung wurde ihm noch zuteil, denn er wurde im Juni 1533 in der Wittenberger Schlosskirche zum Doktor der Theologie promoviert. Das hinderte ihn nicht, auch für Dänemark tätig zu werden, wohin Christian III. ihn eingeladen hatte. Und da seit der Kalmarer Union von 1397 auch Norwegen und Schweden zu Dänemark gehörten, kann man Bugenhagen als der Reformator Skandinaviens bzeichnen. Er gilt als der Bischof der Reformation.                                                                                                                                                                                   Hannelore Bader

 

12. März 2018: Stadtrundfahrt der Senioren durch den Nordwesten von Hannover

In diesem Jahr ging unsere Seniorenfahrt in den Nord-Westen von Hannover. Fast wäre sie  ins Wasser gefallen. Nicht wegen des Regens, sondern weil Frau Eckhardt krank war. Aber durch ihren festen Willen, uns nicht im Stich zu lassen, und außerdem mit Hilfe von Medikamenten, aber sicher auch mit Hilfe von oben, ging alles für uns wunderbar.

Frau Eckhardt leitete uns über die Berliner- und Hamburger Allee in die Arndtstraße, wo das ehemalige jetzt ziemlich ungenutzte Güterbahnhofsgelände neu gestaltet wird. Es soll ein Standort mit Arbeitsplatz- und Freizeitangeboten werden. Dann kommt man zur Christuskirche am Engelbosteler Damm. Georg V. gab Conrad Wilhelm Hase den Auftrag zu  diesem Bau, einem neugotischen Backsteinbau. Etwa gleichzeitig ließ Georg V. auch das Welfenschloss, die heutige Leibniz Universität, erbauen. Wir erfuhren, dass es schwierig ist, für die steigende Zahl der Studenten - heute rund 44 000 -, genügend preiswerten Wohnraum zu schaffen.

Von der Nienburger Str. aus fuhren wir über den Schneiderberg an den vielen Instituten der Uni und an der großen Mensa vorbei, und auch an schönen alten Häusern mit Toreinfahrten. Beim Nordstadtkrankenhaus erfuhren wir, dass es ursprünglich aus mehreren getrennten Häusern bestand. Manwollte eine Ansteckung mit den verschiedenen Krankheiten vermeiden. Die frühere Landesfrauenklinik, die erste Klinik für komplizierte Geburten, wird gerade zu Eigentumswohnungen umgebaut.

Es ging weiter am neuen von VW gesponserten Schloss vorbei, am Hardenbergschen Palais und am Fürstenhaus, in dem der Welfenprinz wohnt.

Bei der Auffahrt auf den Westschnellweg wies Frau Eckhardt uns auf die große Kläranlage von Hannover hin, die dort im Überschwemmungsgebiet des Leinetals liegt. Wir sahen das alte Dorf Stöcken mit den hübschen Ziegelstein-Häusern. Hier gibt es überall Tonerde für Ziegeleien.

Stöcken kam 1907 zu Hannover. Und VW wählt Stöcken als Standort. Frau Eckhardt wusste, dass VW früher etwa 30 000 Menschen beschäftigte, heute aber nur etwa 15 000, denn es gibt inzwischen Roboter für viele Arbeiten.

Dann fuhren wir noch durch den Nordhafen mit den vielen Firmen, mit riesigen Bergen von Altpapierballen, Altglas, Kleidung und Schrott, die zum Recyclen per Schiff in östliche Länder bis China gebracht werden.

Danach kam die Besichtigung von Garbsen, einem  selbständigen Ort mit kleinem altem Kern und vielen modernen Bauwerken. Die Leibniz Universität baut dort ein neues Zentrum mit großen Instituten. Am modernen Rathaus, dem Einkaufszentrum und dem Stadtpark von Garbsen vorbei kamen wir schließlich zur Klosterkirche Marienwerder.

Wir stiegen bei Sonnenschein aus dem Bus aus. Frau Eckhardt  erzählte, dass die ehemalige Augustinerinnenkirche Sanctae Mariä die älteste Kirche Hannovers ist. Sie wurde 1196 von Graf Konrad I v. Roden gestiftet. Die Fenster sind romanisch, das Gewölbe gotisch. Um 1860 gab es eine Renovierung unter Leitung von C.W. Hase. 1886 wurden die Hauptapsis und der Chor in neuromanischem Stil ausgemalt (Abb. 1), 1898 kamen wertvolle Glasfenster in der Apsis dazu, die gut erhalten sind (Abb. 2). Aus dem Jahr 1230 stammt die Kreuzigungsgruppe aus Eichenholz. Heute steht sie auf dem Triumpfbalken vor der Apsis. Wir hörten noch viel Interessantes von der Kirche und dem Kloster. Ein Schnappschuss zeigt unsere Gruppe vor dem Kloster (Abb. 3).

Jetzt soll alles wieder renoviert werden. Es lohnt sich, noch einmal hin zu fahren, bei schöner Jahreszeit, um dann auch den v. Hinüberschen Garten, eine historische Parkanlage, zu besehen.

Beim nahe gelegenen Waldkauz verabschiedeten wir Frau Eckhardt mit einem herzlichen Dank. Für uns gab es noch ein großes Stück selbst gebackenen Kuchen oder Torte und eine Heimfahrt ohne Regen.

Ein großer Dank gilt auch Thomas, unserem Busfahrer, denn Frau Eckhardt sucht manchmal heikle Straßen aus, weil gerade da etwas Sehenswertes ist. Wir sind sehr dankbar für diesen schönen Tag.

                                                                                                                                                             Monika Schneider (Text  und Abb.)


 

 

 

März 2018: Die Vorschulkinder der Philippusgemeinde malen frei nach Picasso

 

Pablo Picasso – ein schöpferischer Mensch! 

Auch dieses Jahr wurde wieder von den Vorschulkindern der St.Philippus- Gemeinde ein großer Künstler unter die Lupe genommen. Diesmal haben wir uns Pablo Picasso vorgenommen.
Die Vorschulkinder erfuhren etwas über Picassos Leben und dass er ein sehr schöpferischer Mensch war. Er beschäftigte sich nicht nur mit der Malerei, sondern betätigte sich auch als Bildhauer, Fotograf und als Grafiker. Außerdem hat er getöpfert und Bühnendekorationen und Kostüme kreiert. 

Wir betrachteten gemeinsam verschiedene Bilder von Picasso. Etwas intensiver beschäftigten wir uns mit dem Werk „Der Hahn und die Katze“. Für die Kinder war ganz klar: Katzen fressen Vögel. 

Mit dem Umriss einer vorgedruckten Katze durften die Kinder dann auch künstlerisch tätig werden. Erst mit Buntstiften und auf einem zweitem Bild mit Tusche. Nach diesen Vorübungen bekamen die Vorschulkinder die Aufgabe, eine eigene Katze zu malen. Es wurde in Kleingruppen in unserem Atelier gearbeitet. Für ihr Werk durften die Kinder ein richtiges Künstlerpapier benutzen. Bei leiser Hintergrundmusik wurde konzentriert gemalt.
Die schönen Ergebnisse sind im Vorraum der Kirche ausgestellt und dürfen dort noch bis zum Einschulungsgottesdienst jederzeit bewundert werden. 

                                                                                                                                                                                                                                           Christine Genz

 

23. März 2018: Männerkreis Isernhagener Gespräche - Die DDR und die "Diktatur des Proletariats"

 

Es war wohl der bislang am stärksten besuchte Männerkreisabend seit seiner Gründung mit einer Besucherzahl von zwischen 50 und 60 Teilnehmern. Damit kamen wir an die Grenze der Fassungskraft des Gemeindesaales.

Herr Dr. Schneider referierte über das Thema „Die Errichtung der Diktatur des Proletariats in der DDR – mit persönlichen Erinnerungen“.  Es herrschte gespannte Aufmerksamkeit, denn für die meisten Anwesenden gehörte die Existenz der DDR als einer deutschen Parallelrealität zu den politischen Gegebenheiten, deren Zeitzeugen sie über mehrere Jahrzehnte gewesen waren. Dennoch war der Vortrag von Dr. Schneider nicht nur wegen der persönlichen Erinnerungen, sondern auch wegen zahlreicher sachlicher Informationen von erheblicher Prägekraft für das jeweils eigene Geschichtsbild. Es war ein Vortrag zunächst über die eigene Kindheit und Jugend in der DDR. Das Verschwinden des Vaters, der völlig willkürlich ohne Gerichtsverfahren von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet wurde und nie wiederkam, war eine erste Mitteilung, die alle Zuhörer mit Betroffenheit reagieren ließ. Erst 20 Jahre später kam die Nachricht vom frühen Tod des Vaters in der Haft. Dann kam der stille Widerstand gegen das System durch Eintritt in die evangelische Jugend. Hoffnungen, dass sich nach Stalins Tod etwas ändern könnte, trogen. Selbst der formale Beitritt zur FDJ in der Hoffnung, zum Abitur zugelassen zu werden, blieb folgenlos. Denn der Verweis von der Schule in Brandenburg aus politischen Gründen folgte dennoch mit der unmittelbaren Konsequenz der Flucht aus der DDR.

Die Selbstbezeichnung als „demokratisch“ führte der Referent ad absurdum durch die Praktiken, die vom ZK der SED entwickelt wurden, um bei jeder Abstimmung die Oberhand zu haben. So wurde die Sitzverteilung in der Volkskammer nicht lediglich nach der Stimmenzahl, die die Parteien erzielt hatten, vergeben, sondern es wurden auch sog. Massenorganisationen zugelassen wie der Gewerkschaftsbund FDGB, die FDJ oder der „Demokratische Frauenbund Deutschlands“, wodurch die SED-Linie stets eine Mehrheit hatte.

Herr Schneider gab auch eine Kostprobe der Lieder, die sie damals lernten. Er sang die Internationale und die Nationalhymne „Auferstanden aus Ruinen“ von Johannes R. Becher und Hanns Eisler.

Es leuchtete ein, dass die Menschen die Rettung von den Amerikanern erwarteten, die ja Berlin in der Blockadezeit 1948/49 durch die Luftbrücke gerettet hatten. Auch im Westen galten die Amerikaner als Heilsbringer.  Jeder konnte den Nachsatz des Vortragenden hören: „Davon ist heute nichts geblieben“.

 

 

 

25. März 2018: Musik zum 100. Todestag von Claude Debussy (1862-1918) - Konzert mit dem Trio Con Anima in der St. Philippuskirche

Es musizierten:

Claudia Rinaldi, Klavier

Klára Loerincz, Cello

Reka Viktoria Lelek, Violine

Dieses Konzert war wieder mal ein Hochgenuss. Und es muss einmal gesagt werden: Wir verdanken Herrn Dr. Dallmeier diese musikalischen Freuden, denn immer wieder holt er Künstlerinnen und Künstler herbei, die der Gemeinde diese Freude bereiten. Vielen Dank dafür!

Das Konzert begann mit einem witzigen Stück für Klavier solo. Es folgte ein filigranes, etudenähnliches Stück und ein Ragtime, von der Pianistin Claudia Rinaldi meisterhaft gespielt.

Das Trio G-Dur, das Debussy mit 18 Jahren komponierte, wurde in den vier Sätzen sehr eindrucksvoll, mit Schwung, einfühlsam und virtuos von den Künstlerinnen vorgetragen.

Danach wieder Klavier solo. Frau Rinaldi ließ Pagoden entstehen, in Andalusien den Flamenco anklingen und in Frankreich durch Gärten wandeln. Meisterhaft.

In „Petite Suite“ für Cello und Klavier ließ Klára Loerincz ihr Cello mit wunderbarem Strich singen und im „Menuet“ sah man innerlich die Leute „tanzen“, ganz so wie es damals war.

„Preludes“, wieder Klavier solo, brachte uns mit den „Hügeln von Anacapri“ auf die berühmte Insel vor der italienischen Küste. Claudia Rinaldi erweckte Erinnerungen an die Geschäftigkeit, Fröhlichkeit der Menschen, an Sonne und Limoncello.

In „La cathédrale engloutie“ (Die versunkene Kathedrale) hörten wir, wie die Glocken aus der untergegangen Stadt ertönten. Wunderbar vorgetragen.

 

Allen drei Künstlerinnen einen herzlichen Dank, die uns mit diesem Konzert eine große Freude bereiteten. Großer Applaus war der Dank für das wundervolle Konzert.

 

                                                                                                                                                                       Hannelore Bader

 

 

 

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